Auf der Suche …

17. März 2013 § 18 Kommentare

Kurz bevor es grün wird. Steht der Frühling vor der Tür? Foto: dm

Kurz bevor es grün wird. Steht der Frühling vor der Tür? Foto: dm

Auf der Suche nach dem Frühling

Die Nachrichten stimmen alles andere als zuversichtlich. Zugvögel kehren angesichts von Schnee und Eis als hiesige Bodendecker auf der Stelle um. Angeblich kam es auch schon zu Unfällen, als sich Schwärme, die in entgegengesetzer Richtung unterwegs waren, auf ihren Flugrouten begegneten. Es scheint schlecht bestellt zu sein um den Frühling in diesem Jahr. Wir wollen uns ein Bild von der Lage machen und verlassen das warme und schützende Heim, um außerhalb der Stadtmauern, in einer Gegend, die gemeinhin als Natur bezeichnet wird, nach dem Rechten zu sehen. Was ist von der heimischen Tierwelt zu erwarten, wie steht es um unsere gefiederten Freunde … und wo bleibt der Frühling? Mit einem Föhn im Gepäck machten wir uns auf den Weg, um das Eis endgültig zu brechen.

Die letzten Futterreserven sind fast abgenagt. Foto: dm

Die letzten Futterreserven sind fast abgenagt. Foto: dm

Die Natur zeigte sich bei unserem Besuch in einem sehr desolaten Zustand. Der lange und zähe Winter hat überall seine Spuren hinterlassen. Noch konnten wir mit keinem der einheimischen Tiere Kontakt aufnehmen, aber wir hatten den Eindruck, dass die Lebensmittel allgemein knapp geworden sind.

Eines von vielen verlassenen Eigenheimen. Foto: dm

Eines von vielen verlassenen Eigenheimen. Foto: dm

Viele Wohneinheiten, die wir auf unserem Weg fanden, waren schon seit Monaten nicht mehr bewohnt und in einem ziemlich verwahrlosten Zustand. Sollten sich tatsächlich neue Besitzer oder Saisonmieter dafür finden lassen, muss sicherlich vorher eine ordentliche Grundsanierung vorgenommen werden, sonst ist in diesem Jahr nicht mit der Aufzucht von Nachwuchs zu rechnen.

Ein seltener Anblick, der scheue Schwarzstorch (Ciconia nigra). Foto: dm

Ein seltener Anblick, der scheue Schwarzstorch (Ciconia nigra). Foto: dm

Ein leises Klappern seines Schnabels machte uns auf ihn aufmerksam. Ein Schwarzstorch suchte auf einem tiefgefrorenen Feld vergeblich nach Nahrung. Als wir uns langsam näherten, hüpfte er davon. Auch wenn der Hintergrund dieser Begegnung uns traurig stimmte, war es doch ein schönes Erlebnis, diesen seltenen Vogel in freier Wildbahn erleben zu dürfen.

Ein Baummarder springt davon. Foto: dm

Ein Baummarder (Martes martes)  springt davon. Foto: dm

Jeder Tierfotograf weiß, dass Geduld sein wichtigstes Werkzeug ist, nun gut, daneben ist eine Kamera auch ganz hilfreich. Aber ersteres wird oft durch den Zufall belohnt. In einem von uns umgeworfenen morschen Baum hielt sich ein Baummarder versteckt, den wir bei seiner Flucht beobachteten. Durch viel Geduld, Glück und Zufall gelang uns diese spektakuläre Aufnahme.

Ein Maulwurf kriecht aus seinem Bau. Foto: dm

Ein Maulwurf (Talpidae) kriecht aus seiner dunklen Höhle. Foto: dm

Aber was ist nun vom Frühling zu berichten? Um die Mittagszeit, als die Luft langsam milder wurde, entdeckten wir diesen Maulwurf, der sein kaltes Erdloch verließ, um sich seinen Pelz zu wärmen. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Frühling zu uns unterwegs ist. In wenigen Wochen wird er auch an unsere Tür klopfen!

dm

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