Aus dem Leben eines Rebstocks

5. Juni 2013 § 18 Kommentare

Foto: dm

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Hin und wieder blüht der Rebstock. Das ist eine willkommene Abwechslung in seinem Alltag, der ansonsten wenig Aufregendes zu bieten hat.

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Er kennt keine Kurzweil und kann auch keine abendliche kulturelle Veranstaltung besuchen. Das ist natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass er relativ ortsgebunden ist.

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Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Ulysses eine Kurzgeschichte geworden wäre, wenn James Joyce einen Tag im Leben eines Rebstocks beschrieben hätte.

dm

 

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§ 18 Antworten auf Aus dem Leben eines Rebstocks

  • laurazeitlos sagt:

    Wunderschöne Momentaufnahmen aus dem Rebstock Leben 😉
    LG,Laura

  • Oke, ich hab auch mal versucht Ulysses zu lesen, und ihn dann wieder irgendwann unverständlich beiseite gelegt. Mit Rebensaft war ich zumindest früher erfolgreicher. Inzwischen bevorzuge ich allerdings Weißbier. Eija, jedem das Seine. ^^

  • oachkatz sagt:

    🙂 Wenn Du da mal Joyce nicht unterschätzt …

  • emhaeu sagt:

    Oh nein, oh nein. Also der Rebstock, der hier vor meinem Fenster wächst, der erlebt so viel, das es keines Herrn Joyce bedürfte, um mit seinen Beobachtungen ein Buch zu füllen. Gestern beispielsweise war ein ganz großer Tag. Nicht nur, dass die Müllabfuhr direkt zwei Mal vorbeigekommen ist und auch ein Lieferwagen zwei Stunden so geparkt hat, dass sein Schatten den Rebstock beschattet hat, auch von den Ameisen und Vögeln will ich schweigen, weil dergleichen ja zum Alltag zählt. Gestern aber kam sozusagen der Frisör zu unserem Rebstock, und zwar in Gestalt von zwei türkischen Frauen, die einen ganzen dicken Sack von Weinblättern abgepflückt haben, aus denen sie geschätzte 2300 Dolmas machen werden. Und morgen wird schon wieder jemand mit der Schere kommen, nämlich ich, der ich die Ranken abschneiden werde, die schon in die beiden Fenster ranken wollen. Aber das sagen wir dem Rebstock besser vorher nicht. Sicher hat er eine sensible Seele.

    • Gut, lieber Martin, wir wollen doch hier nicht die Ausnahme zur Regel machen. Sicherlich mag es Rebstöcke geben, die schon mit dem goldenen Löffel geboren wurden und denen die Müllabfuhr zwei Mal täglich das Laub abstaubt. Aber hier handelt es sich um die Minderheit. Ohne hier eine Neiddebatte entfachen zu wollen, bleibt doch festzuhalten, dass der einfache Rebstock doch eher ein trübseliges Dasein sein Eigen nennen darf, selbst wenn er manchmal von türkischen Frauen besucht wird … und natürlich vom Friseur. Den können sich die meisten Rebstöcke noch leisten, wenn er schwarz schneidet.

  • Sofasophia sagt:

    you make me smile …
    herrlich!

  • Pagophila sagt:

    Sehr schöne Einblicke in das Leben von Flora und Fauna, das möglicherweise doch geheimnisvoller ist, als es scheint. Die Bilder jedenfalls erzählen mehr als eine Kurzgeschichte..;-)

  • syntaxia sagt:

    Wunderbar beobachtet!
    Er macht nicht durch große Blüten auf sich aufmerksam. Das dachte ich letztes Jahr noch als ich immer über den Tuniberg fuhr. Alles blüht ringsum, nur der Wein scheint es nicht nötig zu haben, er lässt sich auch so finden.

    ..grüßt Monika

    • Ein bisschen Understatement, bei einem Gewächs, das ansonsten gerne in Flaschen abgefüllt wird, schadet bestimmt nicht. Es ist, wie so oft, … auch wenn die Blüten klein und unscheinbar erscheinen, haben sie doch ihren Reiz.
      Vielen Dank, Monika, und liebe Grüße auch von uns!

  • ullli23 sagt:

    Erinnert an eine traurige Ballade: https://www.youtube.com/watch?v=p-fin-VYCg8 Das Lied beginnt bei 1:39 und wird dem Betrachter die Tränen in die Augen treiben. Voraussichtlich. Der Sänger ist Götz Widmann und gut.

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