Nachricht aus dem Sommerloch

29. Juli 2013 § 14 Kommentare

Dokumentarische Abbildung nach Augenzeugenberichten: Dieter Motzel

Dokumentarische Abbildung nach Augenzeugenberichten: Dieter Motzel

Nachricht aus dem Sommerloch

Borkum

In der Nacht zum Sonntag entdeckten vier Studenten im Alter zwischen 24 und 27 Jahren bei einem nächtlichen Strandspaziergang auf Borkum ein hilfloses Sommerloch. Offensichtlich lag es schon seit Stunden dort, und die Polizei schließt nicht aus, dass es einem Fischkutter auf offener See ins Fangnetz geriet und anschließend als unliebsamer Beifang über Bord geworfen wurde. Wie genau es an den Strand kam, wird noch durch die Auswertung von Strömungskarten untersucht. Die Identität und Herkunft des Sommerlochs liegt noch im Dunkeln. Allerdings gibt es auch andere Spuren, die zur Zeit von der örtlichen Polizei verfolgt werden. So wurde offenbar nur wenige hundert Meter von der Fundstelle entfernt eine männliche Person entdeckt, die bis zur Hüfte im Sand eingegraben war. Bei der Ankunft der Rettungskräfte beschwerte sie sich lautstark darüber, dass sein Handtelefon keine Wählscheibe habe und es ihm so unmöglich gewesen sei, in Verbindung mit den örtlichen Behörden zu treten. Nähere Auskünfte über seine Person verweigerte der rabiate Mann. Laut Polizei ist nichts über ihn bekannt, man sei aber guter Dinge, in den nächsten Tagen mehr in Erfahrung zu bringen. Die Person hat einen ausgeprägten Oberlippenbartwuchs und ist mit einem kleinkarierten Anzug bekleidet. Wer Angaben über die Person machen kann, wird gebeten, sich mit seiner örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Noch ist unklar, ob beide Fälle in einem direkten Zusammenhang stehen. Die vier Studenten befinden sich zur Zeit in psychologischer Betreuung.

dm

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§ 14 Antworten auf Nachricht aus dem Sommerloch

  • Sofasophia sagt:

    die sache mit der fehlenden wählscheibe ist wirklich höchst merkwürdig, wie natürlich und überhaupt auch das auftauchen des sommerloches am strand sehr ungewöhnlich ist. zumal ja alle wissen, dass sich sommerlöcher bevorzugt in städten und trockenen gebieten aufhalten. ich hoffe, die polizei hält uns auf dem laufenden. und ihre informanten auch …

    • Meines Wissens sind Sommerlöcher nicht abhängig von äußeren Umständen und Orten. Wichtig für das Entstehen von Sommerlöchern ist ausschließlich die Jahreszeit, nämlich der Sommer, meist der Hochsommer. Man nennt dies auch die Blütezeit des Sommerlochs. Wo und wann ein Sommerloch auftritt, konnte bisher die Forschung nicht eindeutig klären. Eine alte Bauernregel besagt: „Wird in der Bundesliga wieder Fußball gespielt, ist das Sommerloch besiegt.“

  • richensa sagt:

    Oh.. oh… ich ahne, dass da ein alter Bekannter im Spiel ist??

  • mickzwo sagt:

    Das ist so skandalös, dass es mir schier die Sprache verschlägt. Das mußte mal in aller mir zu Gebote stehender Deutlichkeit und auch Entschlossenheit gesagt werden. Entschieden möchte ich die Aufklärung der dubiosen Vorkommnisse der letzten Tage am Strand von Borkum fordern und auch – und das möchte ich hier noch einmal unterstreichen – fördern. Vom Festland aus sei das Ermittlerteam der vollkommenen Solidarität des ganzen Landes gewiß. Unser Mitgefühl gilt den Opfern dieser Tat, die so abscheulich ist, dass es mir fast unmöglich erscheint noch mehr zu sagen. Danke.

    • Das sehen wir tatsächlich ähnlich. Das Ermittlerteam scheint momentan wirklich ein wenig überfordert zu sein, jedenfalls sind bisher keine neuen Erkenntnisse zu uns gelangt. Aber wir bleiben da natürlich dran. Ein Mitarbeiter von uns ist vor Ort und versuchte heute ein Interview mit den vier Studenten zu führen. Allerdings ohne Erfolg, sie weigerten sich beharrlich, ihre Räume in der psychiatrischen Abteilung des örtlichen Krankenhauses zu verlassen.
      Danke für Deinen Kommentar!

  • In solchen Fällen reicht ein Ermittlerteam schlicht nicht aus. Ich fordere eine Sonderkommision & Amtshilfe von der NSA. Die Lage gebietet dieses, oder?

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

    • Das dachten wir auch. Allerdings war die NSA sehr abweisend, als wir im wenige Kilometer entfernten Dagger-Komplex bei Griesheim an die Haustür klopften. Wir werden dem örtlichen Ermittlerteam doch vertrauen müssen, schließlich sind es deutsche Beamte, da ist die Erwartungshaltung natürlich besonders groß.
      Viele Grüße auch von uns!

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