9. Oktober 2013

8. Oktober 2013 § 14 Kommentare

Illustration: Dieter Motzel

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§ 14 Antworten auf 9. Oktober 2013

  • Es bleibt ein verbissener Kampf dieses alleine in der Bar rumhängen. Wo bleiben bloß die anderen? Ich kaue mir hier sonst noch die Lippen ab.

    Viele Grüße & weiterhin sicher Straßen, Fritsch.

  • … Doch plötzlich ging das Licht an. – Nicht nur der kleine, viel zu helle Punkt, der ihn gerade noch blendete, nein. Es herrschte mit einem Mal das Licht, wie das einer gewöhnlichen Haushalts-Glühbirne. Diese Veränderung geschah mit einer solchen Abruptheit, dass er entnervt und erschrocken zugleich den Blick senkte und sein Gesicht verzog. Er stellte fest, dass er sich an einem Ort befand.

    • So schlecht kann dieser Ort, an dem er sich befindet aber nicht sein. Schließlich gibt es dort noch gute Haushalt-Glühbirnen. Ein Ort der Erinnerung vielleicht, oder einfach nur ein heller Glühbirnentraum.

      • Schlecht war dieser Ort durchaus nicht. Und als er sich an das gleichmäßige Licht gewöhnt hatte, stellte er fest, dass außer seinen Möbeln sich noch weitere Gegenstände mit im Zimmer befanden. Der kitschige Porzellan-Pudel, der das Kanapee belegte, welches neben ihm stand, faszinierte ihn besonders.

      • Die Faszination, die von einem Pudel ausgehen kann, ist natürlich enorm. Es sind nicht wenige, die den Königspudel für die Krone der Schöpfung halten. Sollten sie Recht behalten, kann diese kleine Skulptur nur an Wert gewinnen.

      • … Genau das war auch der Grund, warum er nun den Pudel vorsichtig betastete. Aber hing es nicht letztendlich von ihm selbst ab, welchen Wert er diesem possierlichen Porzellan-Tier zuschrieb? Er war mit einem Mal fürchterlich unsicher.

      • Er sollte sich keinesfalls grämen, denn er hat noch genug Zeit, um seinen Wert zu finden und zu definieren. Die Wissenschaft ist noch weit von einer Antwort in Bezug auf den Königspudel entfernt.

      • Doch nun stellte er fest, dass er diese Unsicherheit zu nutzen verstehen könnte. So verwendete er sie als Antrieb, als Motivation, für in diese Richtung gehende Forschungen. Konzentriert vertiefte er sich in seine Arbeit. – Schließlich war er nicht der erste, der die Phänomene des Königspudels umforschte! Er wollte – er musste besser sein als die vorangegangenen Forscher.

      • Dann bleibt nur noch, ihm viel Erfolg zu wünschen.

  • puzzleblume sagt:

    Diese konzentriert wirksamen Sonnenstrahlen, die sich durch die kleinen Lichtlöcher zwängen, wo die Zug-und Leitschnüre der Jalousien durchgeführt sind, die können einem ganz schön zusetzen.

  • Pagophila sagt:

    Begegnete mir der Kerl in einer Kneipe, würde ich ihn vermutlich die ganze Zeit verhohlen anstarren, so fasziniert mich dieses Gesicht. Steht auf seiner Stirn nicht geschrieben: „Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was ich leide“? Aber mit der Sehnsucht allein ist es eben nicht getan im Leben, da ist die Gefahr groß, mit den Lippen immer wieder am Glas kleben zu bleiben. Sehr schön finde ich diesen Abglanz eines Hoffnungsschimmers auf seinem Gesicht. Die Hoffnung, dass es vielleicht doch möglich sein könnte, ein anderes Leben zu führen.

    • Von dieser Sehnsucht lese ich auch auf seiner Stirn. Ist die Sehnsucht nicht sehr innig mit der Hoffnung verbunden? Aber Hoffnung ist auch eine Bürde des Lebens, die nur selten Erfüllung findet.
      Vielen Dank, Pagophila, für Deine Gedanken!

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