Sommerloch-Stories 2014, Teil7

9. August 2014 § 16 Kommentare

Zeichnung: Dieter Motzel

Zeichnung: Dieter Motzel

Unsere Abbildung zeigt Wilhelm und Robert Lippert bei der Beseitigung einer asiatischen Katzenfloh-Population.

Sommerloch-Stories 2014, Teil7

Warnung: Dieser Post enthält Katzen-Content und kann den wenigen merkwürdigen Liebhabern dieser Miniatur-Raubkatzen unter Umständen befremdlich erscheinen!

Achtung: Haushundhirsch distanziert sich von der Bemerkung Nietzkes, dass Stubentiger nur deshalb populärer als Sammeltassen sind, weil man sie nicht abstauben muss, wenn sie längere Zeit im Regal liegen.

Nietzke trifft die Brüder Lippert in der Rhön.

„Weite Teile der Rhön sind mittlerweile befriedetes Gebiet“, bemerkte der Naturschützer und Nebenerwerbslandwirt Wilhelm Lippert, nicht ohne Stolz in der Stimme. Zusammen mit seinem Bruder Robert arbeitet er für die untere Naturschutzbehörde, und sie sind dem gestreiften asiatischen Katzenfloh auf der Spur, der, seit er im Jahr 2009 erstmals in Südeuropa gesichtet wurde, Jahr für Jahr sein Verbreitungsgebiet weiter nach Norden ausdehnt. Flandungen in der Rhön, im idyllischen Tal der Streu gelegen, ist die nördlichste Ortschaft im Freistaat Bayern. Ganz in der Nähe traf Nietzke die Brüder Lippert zu einem Gespräch. In den frühen Morgenstunden ist ihre harte Arbeitsnacht zu Ende gegangen. In ihrer verschwitzten Arbeitskleidung sehen sie ein wenig erschöpft aus. Die wichtigsten Werkzeuge ihrer Arbeit, ein Schlagholz und ein scharfes Messer, hängen noch unbenutzt am Gürtel. „Die Nacht scheint nicht sehr erfolgreich verlaufen zu sein.“. Ein Satz, den Nietzke sich hätte ersparen können, denn die Enttäuschung war den Lipperts ins Gesicht geschrieben. „Das ist richtig, aber das darf man auch als gute Nachricht auffassen. Wir konnten in den letzten Wochen die Population des asiatischen Katzenflohs hier in der Rhön schon erheblich eindämmen.“, antwortete Robert Lippert. „Natürlich muss man auch bedenken, dass Weltkatzentag war. Die Leute hielten ihre Tiere gestern unter Verschluss, um sie zu drücken und zu herzen, natürlich auch, um zu fotografieren, wie die Viecher mit großen Augen in die Kamera gucken, weil sie glauben, dort käme ein Vögelchen raus. Die Leute mögen solchen Scheiß, klar, während sich der Floh weiterhin fröhlich auf dem Fell vermehrt. Das ist eine Schande, und eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit. Viele wissen überhaupt nicht, dass der asiatische Katzenfloh Überträger des gefährlichen Katzenfiebers ist, das in bestimmten Hirnregionen schwere Schäden hervorrufen kann“, empörte sich Wilhelm Lippert. Weil es langsam Zeit für ein ordentliches Frühstück wurde, ließ es Nietzke dabei bewenden, ohne weitere Details ihrer interessanten Arbeit zu erfragen. Wir bleiben dran!

dm

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