Wirtschaftsweg 1.0, Dreck und Speck …

29. November 2015 § 8 Kommentare

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Hell leuchtet die Zukunft 4.0 zwischen den dunklen Wolken über den Wirtschaftswegen 1.0

Wirtschaftsweg 1.0, Dreck und Speck …

Vor einigen Tagen wurde eine Standortstudie zur Industrie 4.0 veröffentlicht. Langweilige Sache, könnte man meinen, besonders wenn man noch mitten in 2.0 oder älteren Versionen feststeckt. Ich bin aber sicher, dass in wenigen Jahren das allgemeine Interesse an 4.0 steigen wird, weil dieses Update der Industrie die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland bedroht. Als Darmstädter bin ich einigermaßen beruhigt, denn laut der eingangs erwähnten Standortstudie ist Darmstadt die zukunftsträchtigste Stadt in Deutschland und somit aller bestens für die Industrie 4.0 gerüstet. Bei aller gebotenen Bescheidenheit, das wusste ich natürlich längst und gedanklich bin ich schon bei 5.0, also an dem Punkt, an dem jemand den Stecker ziehen wird. Gut, Darmstadt mag hier ein leuchtendes Vorbild für die völlig unterentwickelten restlichen Städte in Deutschland sein, aber auch bei uns sind Schwächen unverkennbar. Eine kleine Reise ins Umland, das sich außerhalb der gut gesicherten Stadtmauern befindet, macht das deutlich. An einem nassen Novembertag besuchte ich einen Wirtschaftsweg 1.0, der sich als noch nicht kompatibel zu 4.0 erwies. (Klugscheißermodus für unsere jüngeren Leser, die bisher kaum die Möglichkeit hatten, ihre innerstädtischen Domizile einmal zu verlassen: Wirtschaftswege sind keine Wege die zu einer Wirtschaft führen, welche im herkömmlichen Sinne Weiber, Getränke, Speisen oder gar Gesang anbietet! Wirtschaftswege dienen in erster Linie der Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen! Gewöhnlich ist die Nutzung auch Personen gestattet, die weder Land- noch Forstwirt sind! Aber Obacht, junge Stadtbewohner, nicht unter schweres Gerät geraten!)

 

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Übles Gemetzel, Chinakohl wurde massakriert.

Ich persönlich mag Wirtschaftswege. Sie sind meist kerzengerade und übersichtlich, und die Zukunft 4.0 erscheint noch nicht einmal am Horizont; dafür taucht dort der Hund wieder auf, nachdem ich ihm Beine gemacht habe und er eine Weile verschwunden war. Hier ist man gewöhnlich vollauf mit der Gegenwart beschäftigt. Auf den umliegenden Ackerflächen ist junges Gemüse kaum zu bändigen, freudig erregt springt es Spaziergänger an und versucht mit aller Macht in offene Taschen zu kriechen. Hier mag die Zukunft noch weit weg sein, aber jeder, der einen Wirtschaftsweg 1.0 im November betritt, wird beim Verlassen dieses Weges nicht mehr Derselbe sein, der ihn betreten hat. Jedenfalls unterhalb der Knie.

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Ein klassischer Wirtschaftsweg 1.0. Es ist noch ein weiter Weg in die Zukunft. Der Landwirt weiß, weshalb er zur Fortbewegung Traktoren benutzt.

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Neugieriges junges Wirsing-Gemüse, für das schlechte Zukunftsaussichten bestehen.

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Der zaghafte Versuch einer Vernetzung zeigt den Willen zur Veränderung. Auch der Wirtschaftsweg 1.0 entwickelt sich weiter.

dm

Das Laupheimer-Experiment (1923)

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Zeichnung: Dieter Motzel

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