Tut mir echt leid

11. Januar 2017 § 4 Kommentare

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Zeichnung: Dieter Motzel

Tut mir echt leid

Sturmtief Dieter überquert heute Deutschland von Nordwest nach Südost und sorgt für großflächige Unwetterwarnungen. Sorry!

Nachricht aus einer anderen Welt

14. Februar 2016 § 20 Kommentare

Foto: dm

Foto: dm. Alles im Rahmen.

Nachricht aus einer anderen Welt

Das heisere Krächzen von allerlei Rabengetier im Hinterhof ist nur bei einem außerordentlich ausgeglichenen und positiven Gemütszustand als Zeichen eines frühlingshaften Vogelgesangs zu deuten. In besagtem Hinterhof blühen aber immerhin schon die Gänseblümchen. Was immer noch an Winter kommen mag, der Frühling ist jedenfalls schon in Sichtweite. Im Überschwang unserer vorfreudigen Gefühle wird dabei allzu gerne vergessen, dass nun auch wieder die tierischen Plagegeister ihren Kopf aus dem aufgetauten Erdloch strecken, in dem sie den Winter verbracht hatten. Ich erinnere hier nur an die Gürteltierplage der letzten Jahre. Glücklicherweise entdeckte ich in einem älteren Skizzenbuch eine Gürteltierfalle, die ich wohl unter dem paralysierenden Eindruck dieser lästigen Tiere mit weinseliger Hand skizzierte.

Zeichnung: Dieter Motzel. Gürteltierfalle.

Zeichnung: Dieter Motzel. Gürteltierfalle.

Die Funktionsweise ist klar ersichtlich: Gürteltier läuft unter die Falle, Falle fällt auf Gürteltier, aus die Maus mit Gürteltier! Die einfache Konstruktion erweist sich in der Praxis als äußerst effektiv. Ein kleiner Nachteil ist sicherlich, dass die Falle mit dem Rücken zuschnappt. Die Kopfhaltung ist in dieser Position ungünstig, weil der Blick weg von der Falle geht. Man sieht nicht, wer gerade unter der Falle hindurch läuft. Das heißt, man ist auf die körpereigenen Berührungssensoren angewiesen. Aber im Prinzip ist es einfach, sobald ein Gürteltier den Rücken streift, lässt sich die Falle fallen. Natürlich ist, bedingt durch mangelnden Augenkontakt, lästiger Beifang nicht ganz ausgeschlossen. Nun ja, wo gehobelt wird, da fallen halt auch Späne.

Zeichnung: Dieter Motzel. Lästiger Beifang: ein toxischer Hase.

Zeichnung: Dieter Motzel. Lästiger Beifang: ein toxischer Hase.

Die Falle einfach umzudrehen, ist natürlich kompletter Unsinn. Wer einmal mit dem Bauch auf ein Gürteltier gefallen ist, weiß wovon ich rede!

dm

Übersetzungsfehler

14. Januar 2016 § 14 Kommentare

Zeichnung: Dieter Motzel

Zeichnung: Dieter Motzel

Nachricht aus einer anderen Welt

13. November 2015 § 19 Kommentare

Zeichnung: Dieter Motzel

Zeichnung: Dieter Motzel

Nachricht aus einer anderen Welt

Die Tragik ist einer solchen Situation kaum abzusprechen. Der junge Künstler zeigt sein geniales Werk der Welt. Da die Welt gerade nichts besseres zu tun hat, teilt sie ihm auch gleich mit, dass er damit keinen Blumentopf gewinnen kann. Deprimiert schiebt der junge Künstler daraufhin sein großes Werk zurück in seine Hosentasche.

Freitags bin ich traditionell milde gestimmt und sage deshalb: Gebt nicht auf! Es gibt doch immer ein paar Blumentöpfe zu gewinnen. Hier zeige ich die schönsten Stücke meiner wunderbaren Blumentopfsammlung.

dm

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Alle Zeichnungen: Dieter Motzel

Alle Zeichnungen: Dieter Motzel

Familienalbum, Teil XXI und Ende

9. August 2015 § 14 Kommentare

Illustration: Dieter Motzel

Illustration: Dieter Motzel

Zum Abschluss unseres Familienalbums zeigen wir noch mal die ganze Familie. Na gut, es sind nicht alle zu sehen, gut ein Drittel der Mischpoke lungert auf der gegenüberliegenden Seite des Bildes herum. Sie standen hinter der Kamera und wollten ganz nah dran sein, wenn das Vögelchen rauskommt.

dm

Familienalbum, Teil XX

7. August 2015 § 3 Kommentare

Zeichnung: Dieter Motzel

Zeichnung: Dieter Motzel

Familienalbum, Teil XX

Als kleines Kind hat man manchmal seine liebe Mühe mit den widersprüchlichen Aussagen der Erwachsenen. Heute, als erwachsenes Kind, weiß man durch vielfach gesammelte Erfahrung, dass Widersprüche zum Leben gehören, so wie die FIFA zum Fußball. Elvira, eine Meisterin des Hefeteigs und Schulfreundin von meiner Mutter, war keiner dieser Widersprüche, sondern ausschließlich die pure Hingabe. Eine Eigenschaft, die bei der Herstellung eines Hefeteigs unerlässlich ist. Wir Kinder beobachteten sie oft und gerne dabei, wie ihre bemehlten Hände durch den Teig flutschten, um ihn mal hart durchzuwalken oder fast zärtlich zu kneten, manchmal beides auch gleichzeitig. Aber immer mit einem leidenschaftlichen Elan, der ihr Schweißperlen auf die Stirn trieb. Für uns war es spannend, ihr zuzusehen, und wir machten ein Spiel daraus, den Moment zu erraten, in dem sie abrupt mit dem Kneten aufhören, den Teigklumpen noch einmal tätscheln und ihn dann in eine große Schüssel legen würde. Zum Abschluss legte sie ein Küchentuch über die Schüssel und lächelte. An uns gerichtet, sagte sie dann fast flüsternd: „Der muss jetzt ruhen, damit er gehen kann“. Horst, der Sohn von Elvira, hatte den Ruf, ein Schnelldenker zu sein. Was ganz allgemein auf seinen reichlichen Hefegenuss zurückgeführt wurde. Er erkannte sofort die Situation und um seine Mutter zu unterstützen, packte er sich den Teig in seine Schultasche, um ihn sofort und ohne vorheriges Ruhen zum Gehen zu bringen. Niemand weiß, wo genau er in den nächsten Stunden mit dem Teig unterwegs war, aber irgendwann entschied er, dass der Teig jetzt genug gegangen sei. Und er kehrte um. Der Teig war nur noch ein kleiner fester Klumpen, als er ihn aus seiner Tasche hervorholte. Was Elvira nicht daran hinderte, ihn trotzdem zu verarbeiten. Im Jahr 1950 erhielt sie den Fortschrittspreis der Bäckerinnung für den von ihr entwickelten ersten Hefekaugummi der Welt. Ja, das waren noch Zeiten, als Innovation noch Fortschritt hieß.

dm

 

Familienalbum, Teil XIX

5. August 2015 § 7 Kommentare

Zeichnung: Dieter Motzel

Zeichnung: Dieter Motzel

Familienalbum, Teil XIX

Wenn ich’s mir recht überlege, besteht mein allgemeines Ordnungssystem darin, dass Chaos zu kultivieren. Die Kiste, in der meine Familienbild-Sammlung aufbewahrt wird, spricht hier Bände. Wild entschlossen, einen erhellenden Strahl der Vernunft auf das dunkle Chaos zu richten, versuchte ich mich an einem neuen Ordnungssystem. Nun liegen vier unterschiedlich große Bilderstapel vor mir. Nur Cousin Siggi, bei dessen Foto der untere Teil abgerissen wurde, wollte sich an kein gängiges Format halten, er bekam einen Extrastapel für Sondergrößen. Noch bin ich nicht sicher, ob mich dieses System auf Dauer überzeugen wird, aber es ist ohne jeden Zweifel platzsparend. Während sich vorher in der Kiste bis knapp unter den Deckel ein großer Bilderberg aufgehäufelt hatte, ist nun durch geschicktes Aneinanderlegen der vier unterschiedlichen Bildformate gerade einmal der Boden bedeckt. Die Sondergröße von Siggi klebte ich auf die Innenseite des Deckels, dort ist er gut aufgehoben. Ich musste mir allerdings eingestehen, dass das kollektive Bildgedächtnis der weitverzweigten Familie doch viel umfangreicher ist, als dieser kleine rudimentäre Teil, der nun den Bodensatz meiner Kiste bildet. Bis auf wenige Ausnahmen vermisse ich die vielen wunderbaren Urlaubsbilder, die es sicher irgendwo geben muss. Klein-Dieter am einsamen Palmenstrand, oder Klein-Dieter im Straßenkaffee beim Palaver mit Einheimischen. Nix Klein-Dieter vor der Akropolis, nix Eiffelturm, noch nicht einmal eine klitzekleine Audienz beim Papst ist bildlich festgehalten worden. Stattdessen Klein-Dieter pienzend unter dem Weihnachtsbaum, weil der Porsche keine Originalgröße hat, sondern nur ein Maßstabmodell ist. Es ist zum Verzweifeln, gerade in unseren Zeiten, die ganz der Fast-Food-Knipserei gewidmet sind. Als Blogger ist man es doch einfach gewohnt, an den Urlaubsreisen von fremden Menschen teilhaben zu dürfen, bis ins Detail und mit 250 veröffentlichten Fotos belegt. Selbst die leergetrunkene Espressotasse wird dokumentarisch festgehalten, und in guten Momenten fühlt es sich tatsächlich so an, als hätte ich selbst schon einmal im Leben einen Espresso getrunken und wüsste, wie eine leere Tasse aussieht. In schlechten Momenten rede ich mir dann einfach ein, dass das sicher Kunst ist. Künstlerisch ist auch eines der wenigen Bilder in meiner Sammlung, die sich, bei gutem Willen, in Richtung Urlaub deuten lassen. Es ist ein inniges Paar beim Betrachten des Alpenglühens zu sehen. Wegen der Überbelichtung des Bildes sind die Personen darauf nicht mehr zweifelsfrei zu identifizieren.

dm

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